

Ich möchte Ihnen von einem Mann erzählen, den ich einmal kannte und den Namen « Bob der Maler » gab. Bob liebte es, Kunstmuseen zu besuchen und beschloss, Maler zu werden. Er beschäftigte sich mit den Werken der alten Meister und lernte, ihre Bilder zu kopieren, Pinselstrich um Pinselstrich. Er lernte viel über Farbe und Beschaffenheit und wurde allmählich zu einem geschickten Maler.
Sein Lieblingsmeister war Vincent van Gogh. Er beschloss, all dessen Werke zu kopieren. Er wurde immer versierter darin, so dass er bald exakte Kopien der Werke dieses bekannten Künstlers herstellen konnte, ohne die Originale anzuschauen.
Bob wollte seine Werke bei einer Kunstaustellung präsentieren, aber die Veranstalter lachten und sagten: « Das sind nur Kopien von van Gogh. Die wurden schon einmal gemalt. » Bob war traurig über diese Kritik, besuchte aber dennoch die Ausstellung. Dort fand er viele inspirierende Werke, ganz anders, als die aus dem Museum. An allen Ecken entdeckte er wunderbare Kunstwerke.
Er setzte sich hin zum Nachdenken und hörte dabei den Bands zu, die für Unterhaltung bei der Ausstellung sorgten. Die erste Band spielte ein paar bekannte Lieder, die er schon häufiger im Radio gehört hatte. Dann spielte die Hauptband auf. Sie klangen und sahen aus wie seine Lieblingsgruppe von 1964, und sie spielten viele Stücke der ursprünglichen Band, die zwischen 1964 und 1968 aufgenommen wurden. Tatsächlich klang diese Band exakt so wie ihr ursprüngliches Vorbild.
Bob entdeckte, dass diese Kapelle mehrere hundert Dollar dafür bekam, dass sie wie die ursprüngliche Band klang, während die Maler und anderen Künstler mehrere hundert Dollar zahlen mussten, um ihre neuen Werke zu zeigen. Das verwirrte ihn und er fragte sich, warum bei der einen Kunstform Kopien völlig akzeptabel waren, während diese bei der anderen Kunstform als Todsünde erschienen.
Schließlich beschloss Bob entmutigt, seine künstlerischen Träume aufzugeben und wurde Buchhalter, wo Cents « sense » (Sinn) machen. Er musste nicht mehr entscheiden, ob er die Werke alter Meister kopieren oder neue Kunst herstellen sollte. An diesem Tag starb Bob – obwohl er erst 54 Jahre später beerdigt wurde.
Ich möchte hier nicht darüber diskutieren, ob das Kopieren von Musik akzeptabel ist und das alter Meister nicht. « Die Moral von der Geschicht’ » ist, dass Bob seinen Traum sterben ließ; er hat das fallen lassen, was er liebte – vielleicht seine göttliche Berufung - , um einen sichereren, berechenbareren Weg einzuschlagen, den keiner kritisieren konnte.
Wenn Bob entdeckt hat, dass Buchhaltung seine Leidenschaft ist, dann war seine Entscheidung richtig. Aber weil er sich den bedrohlichen Hindernissen gebeugt hat, konnte er niemals seine künstlerischen Träume – und vielleicht auch seine große Begabung – verwirklichen. Nachdem er gemerkt hatte, dass er die alten Meister geschickt kopieren konnte, hätte er vielleicht seinen eigenen Kunststil entdeckt und wäre ein moderner Renoir oder Gauguin geworden. Das werden wir nie wissen.
Und bei Ihnen ? Folgen Sie einer Leidenschaft, einem Lebenstraum, der sie jeden Morgen aus dem Bett springen lässt in der Bereitschaft, neue Chancen in ihm zu ergreifen? Oder stecken Sie in einem Beruf, der fern von befriedigend ist? In der Bibel steht: «All euer Tun - euer Reden wie euer Handeln - soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken. » (Kolosser 3, 17). Es ist viel leichter, das zu befolgen, wenn wir Dinge tun, die wir lieben.
Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr(at)gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen,
wenn nicht anders angegeben.
CBMC INTERNATIONAL: Bob Milligan, President.
Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell(at)cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org
USA-Kansas City, Missouri
ist Vorsitzender von CBMC in Kansas City, Kansas und Kansas City, Missouri. Seine Frau und er waren früher Mitbesitzer eines Fotogeschäftes in Overland Park, Kansas.