

Vor vielen Jahren merkte ich, dass die Jugendlichkeit mich verließ, also schloss ich mich einem Fitness-Studio an und begann, Gewichte zu stemmen, um die Form zu wahren. Mir wurde ein persönlicher Trainer an die Seite gestellt, der meine Maße aufnahm und mir ein Programm auf einem Blatt zusammenstellte, nach dem ich trainieren sollte. Diesen Plan deponierte ich in einer Schublade dieses Fitness-Studios wie viele andere Mitglieder auch.
Treu und regelmäßig ging ich zum Training und trug meinen physischen Fortschritt, den ich beachtenswert fand, in die Tabelle ein. Einige Monate später kam eines Tages ich zum Training und war völlig entgeistert, weil diese Schublade verschwunden war. Der Manager informierte mich, dass sie alles weggeschmissen hatten. Er erklärte, dass sie im Studio sowieso nicht wüssten, wie viele Menschen überhaupt ihren persönlichen Trainingsplan führten. Und außerdem, so ein anderer Mitarbeiter, waren sie nicht dafür verantwortlich, die Trainingspläne jedes einzelnen im Auge zu behalten.
Dass mein Trainingsplan einfach weggeschmissen wurde und dazu noch mit dem so offensichtlichen Desinteresse des Personals, machte mich wütend. Ich hätte das Blatt leicht in meiner Sporttasche aufbewahren können, wenn ich gewusst hätte, dass sie es wegwerfen würden.
Kurz nach diesem Ereignis wurden Schilder an den Parkplätzen neben dem Haupteingang aufgestellt, auf denen zu lesen war, dass diese Plätze für den Besitzer und die Verwalter reserviert seien. Es passierte häufiger, dass der Parkplatz übervoll war und einige Autos ein Stück entfernt an der Straße parkten, die 5 reservierten Plätze blieben jedoch leer für den Fall, dass Besitzer oder Verwalter vorbeikämen.
Diese einzelnen Begebenheiten mögen nicht wichtig erscheinen, aber sie kommunizieren eine deutliche Botschaft. Offensichtlich hatten die Betreiber dieses Geschäftes kein großes Interesse an den Bedürfnissen ihrer Kunden.
Wie Sie sich denken können, kündigte ich die Mitgliedschaft und wandte mich dem nächsten Studio zu. Heute, 30 Jahre später, betätige ich mich immer noch sportlich, um möglichst fit und gesund zu bleiben trotz meines fortschreitenden Alters. Ich vermute sogar stark, dass ich heute in besserer Form bin als vor 30 Jahren. Aber das werde ich natürlich niemals genau wissen, da mein erstes Studio meine akribisch geführten Tabellen weggeworfen und somit einen Vergleich unmöglich gemacht hat.
Als Geschäftsmann habe ich diese negative Erfahrung ins Positive verwandelt. Ich habe die Wichtigkeit meiner Kunden erkannt, dass meine Firma nämlich ohne sie nicht existieren würde und achte deshalb bei allen Entscheidungen als erstes auf ihre Bedürfnisse und Interessen. Ich könnte natürlich nach dem Motto arbeiten: „Das ist meine Firma, und ich kann machen, was ich will“, wüsste jedoch aus eigener Erfahrung, dass ich meine Kunden nicht lange halten würde.
Im Neuen Testament der Bibel finden wir ein Prinzip, das zu so einer Situation passt: „Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil, seid bescheiden, und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil, sondern habt das Wohl der anderen im Auge.“ (Philipper2, 3 – 4). Der erste Satz dieser Passage ist deutlich: Wenn wir die Interessen und Bedürfnisse des anderen bei all unserem Handelnn nicht beachten, wäre es besser, nichts zu tun.
Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr(at)gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen,
wenn nicht anders angegeben.
CBMC INTERNATIONAL: Bob Milligan, President.
Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell(at)cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org
USA-Kansas City, Missouri
ist Vorsitzender von CBMC in Kansas City, Kansas und Kansas City, Missouri. Seine Frau und er waren früher Mitbesitzer eines Fotogeschäftes in Overland Park, Kansas.